16.07.2011, Samstag

Heute war Reisetag. Der Flug von San Francisco nach Vancouver stand auf dem Programm. Aber beginnen wir von vorne. Am Freitag haben Sandra und ich unsere letzte Station auf der Rundreise erreicht, das Clarion Hotel San Francisco. Mit dem Auto ist der Flughafen in ca. 10 Minuten zu erreichen. Also eine perfekte Unterkunft. Ein grosses Hotel ohne Scharm zwischen der Autobahn und dem Flughafen. Ausgerechnet diese Nacht feierten einige Mexikaner ein Fest im Erdgeschoss. So wie es aussah, hatten sie den grossen Saal gemietet. Das bedeutete, dass zu dem Autobahn- und Flughafenlärme die zurückkehrenden Mexikaner hinzukahmen. Sie grölten und sangen auf dem Gang und die Hoteltüre viel jeweils lautstark ins Schloss. Das Treiben dauerte die ganze Nacht. Unglücklicher weise hatten wir das erste Zimmer auf dem Gang. Als endlich Ruhe war mussten wir auch schno wieder aufstehen. Es war 06:00 Uhr. So hatten wir eine schreckliche Nacht mit sehr wenig Schlaf hinter uns. Nach einem kurzen Frühstück im Hotel begaben wir uns zum Flughafen. Hier gaben wir unseren treuen Begleiter, einen Dodge Avenger, zurück. Er hat uns währen ca. 4´800km begleitet. Danach begaben wir uns auf die Suche nach einem Check-in Schalter für das Gepäck. Die Tickets hatten wir nach einem mühsamen Prozedere (Computer mit limitierter Nutzungszeit) bereits im Hotel gedruckt. Als wir im richtigen Terminal ankamen traf mich der Schlag. Eine riesen Warteschlage war zu sehen. Ich dachte mir, das werden die Leute sein, welche noch nicht eingecheckt haben. Nach mehrmaligen Fragen fand ich heraus, dass ich ebenfalls in die „Monsterschlange“ stehen musste, um meinen Koffer auf zu geben. Also war der Zeitpunkt gekommen mich von Sandra zu verabschieden. Es war ein kurzer und schmerzvoller Abschied. Wir waren vier Wochen Tag und Nacht zusammen und hatten eine schöne Zeit. So viel mir der Abschied wirklich schwer! … Ich brauchte ca. 2 Stunden bis der Koffer aufgegeben war! Zum Glück waren wir genug früh am Flughafen. Es war unglaublich diese Leute! Übrigens, der neue, gefüllte Samsonite-Koffer hatte 22.9kg  (23kg darf man ohne Aufschlag mitnehmen). Gut hatten wir im Outlet den leichten Samsonite-Rollkoffer gewählt! Die Zollkontrolle war schnell erledigt und ich hatte noch ca. eine halbe Stunde Zeit bis zum Boarding um 10:45. Anders Sandra, ihr Flug ging erst um 19:30 Uhr. Sie durfte den ganzen Tag am Flughafen verbringen! Nochmals herzlichen Dank, dass Du mich zum Flughafen begleitet hast. Der Flug von San Francisco nach Vancouver war ruckzuck vorbei. So landete ich im verregneten Vancouver. Beim Officer der Grenzkontrolle einige Fragen beantwortet, den Koffer geschnappt, Geld gewechselt und ab in den Burger King etwas Kleines essen. Ich wollte mich gestärkt auf den Weg zu meiner neuen Hostmother, Diane, machen. Geplant war die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Ich nahm also den SkyTrain eine Art U-Bahn auf einem Viadukt. Danach musste ich die richtige Busstation finden. Nach einer halben Stunde stand ich vor Dianes Türe. Die Fahrt mit dem ÖV war kein Problem, überall waren hilfsbereite Kanadier. Sogar die gestresste Busfahrerin hat sich Zeit für mich genommen. Aja, das Handling des Samsonite-Rollkoffers im öffentlichen Verkehr (Rolltreppen, SkyTrain, Bus, Gehsteig, Lift, usw.) war perfekt. Nein, Geld für diese Werbung habe ich nicht erhalten. Ich klingelte also an der Hauseingangstüre. Ich habe noch nie eine solche Hightech-Klingel gesehen. Hier gibt es nur ein Zahlenfeld und ein Display. Du kannst nach Namen suchen oder wenn bekannt, gleich die richtige Apartement-Nummer wählen. Ich war ganz fasziniert und musste natürlich das ganze Ausprobieren. Diane wohnt in einem modernen Haus, in einem kleineren Appartement. Im ersten Moment als ich die Wohnung betratt, dachte ich, oje, das ist aber klein. In meinem Zimmer gibt es ein schmales Bett, einen noch schmaleren Bürotisch, einen grossen Wandschrank und Wireless-Lan. Ausserdem habe ich vis-à-vis mein eigenes Badezimmer. Im Vergleich mit Bettys Apartment ist es hier wirklich Modern. Jedoch fehlt die super Aussicht. Im grossen und ganzen bin ich mit meiner Unterkunft zufrieden. Diane ist eine Englisch Lehrerin, hat den Jahrgang 1949, ist symphatisch und aufgestellt. Ich und eine Lehrerin unter einem Dach, dass hätte ich mir nie träumen lassen. Aber ich glaube sie ist ganz nett. Kaum angekommen gingen wir auch schon einkaufen. So konnte sie mir die Umgebung zeigen. Der Weg führte uns auf die Grandville Island. Eine kleine Halbinsel mit einer Markthalle, Restaurants und einem kleinen Jacht-Hafen. Hier tummeln sich viele Touristen. In der Markthalle kauften wir frisches Brot und Schweizer Käse (Appenzelle und Gruyere) für das Nachtessen. Mmmh, nach 8 Wochen wieder einmal Schweizer Käse, was für ein Genuss. Nach dem Kofferauspacken und Nachtessen war dann schnell einmal Feierabend. Es war ein langer Tag mit vielen Eindrücken, ich war müde. Auf dem Foto ist unser treuer Begleiter, der Dodge Avenger, zu sehen.

Dodge

Close Menu