18.07.2011, Montag

Heute ist mein erster Schultag an der St. Giles in Vancouver. Ich bin gespannt auf die Unterschiede zur St. Giles in San Francisco. Am Morgen war ich um 8.00 Uhr mit Diane verabredet. Sie muss heute ebenfalls zur Schule. Nach meinem obligaten Müesli machten wir uns gemeinsam auf den Schulweg. Wir wollten den Bus bis Downtown nehmen. Nach kurzem Warten kam auch ein Bus. Wie erwartet, war er bereits hier total überfüllt. Warum sollte es in Vancouver anders sein als in San Francisco. Nach einer 15 Minütigen Busfahrt und einem kurzen Fussmarsch erreichten wir die Schule. Von aussen machte das Bürohaus einen modernen Eindruck. Dieser bestätigte sich im Innern. Am Empfang wurde ich von der Direktorin freundlich empfangen. Sie führte mich in den Platinum-Bereich und zeigte mich kurz die wichtigsten Dinge. Danach musste ich noch einige administrative Unterlagen studieren und unterzeichnen. Dann begann auch schon meine erste Stunde. Ich dachte es sei nur eine Lektion. Dann gibt es Pause. Doch die Zeit verstrich und es gab keine Pause bis um 11.00 Uhr. Als sich Bob, ein pensionierter Universitäts Direktor, welcher aus Überzeugung Schule gibt und der Gesellschaft etwas zurückgeben möchte, verabschiedete. Hä, was ist denn das? Es ist tatsächlich so, dass wir hier zwei Lehrer haben und nur eine Pause. Nach der grossen Pause hatten wir das Vergnügen mit Marc. Er ist jünger, kennt alle Restaurants und Pubs von Vancouver. Zwischendurch arbeitet er für das Fernsehen/Film als Schauspieler. Marc ist locker drauf und macht witzige Sprüche. So ging der erste Schultag wie im Flug vorbei. Kein Wunder bei zwei Lehrer. Es waren interessante und lehrreiche Stunden. Hausaufgaben gab es keine. Gemeinsam mit meinen Schulkameraden gingen wir zum Food-Court in der Nähe mongolisch Essen. Oh, fast vergessen, ich bin mit zwei weiteren Schweizern und einer Italienerin in der Klasse. So wie es den Eindruck macht, haben die beiden Schweizer einen höheren Level als ich. Das wird Hard. Den Nachmittag verbrachte ich mit Sightseeing. Von der Schule aus sah ich ein Stück Meer, so beschloss ich als erstes an das Meer zu gehen und hier die Umgebung zu erkunden. Ich kam nicht weit, denn am Hafen gibt es einen „Flugplatz“ für Wasserflugzeuge (Floatplane). Nach einem kurzen Nickerchen auf einer Parkbank, in der Zwischenzeit zeigte sich die Sonne, beobachtete ich das Kommen und Gehen der Flugzeuge. Ich war ganz fasziniert. Da war richtig viel Verkehr. Segelschiffe, ein Raddampfer, eine Fähre, usw. kreuzten die Start-/Landebahn der Flieger. Weiter ging es Richtung Stanley Park. Das ist ein riesiger Park mit viel Grün und anderem sehenswerten. Bevor ich den Park erreichte, ging ich auf der Suche nach einem Strand auf die andere Seite der Halbinsel. Wo es tatsächlich auch eine grossen Strand und viel Wiese gibt. Da es in der Zwischenzeit schon etwas später war, marschierte ich entlang der Uferpromenade und über die grosse Granville-Brücke zurück zu Diane. Sie erwartete mich um 18.00 Uhr zum Nachtessen. Nach dieser Wanderung war ich auch richtig hungrig. Als ich bei Diane eintraf, war sie ganz in die Vorbereitung für den nächsten Tag vertieft. Der Mexikaner, ein Anwalt, welcher für zwei Wochen hier ist, möchte in kurzer Zeit viel lehren. So gab es für Diane viel zu tun. Ich beschloss ihr deshalb beim Zubereiten des Essens zu helfen. So habe ich zusätzlich die Möglichkeit mich mit ihr zu Unterhalten. Nach dem Essen repetierte ich nochmals den Schulstoff und schriebe am Blog. Dann war auch schon wieder Zeit zum Schlafen. Auf dem Bild ist ein Wasserflugzeug beim Start und im Hintergrund ein Stück des Stanley Parks zu sehen.

Floatplane

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